ADDIO UOMO – THE LAST ROAD OF MAN

Deutschland, Thailand, 2018 / 6 Min. 

Regie: René Wiesner

Mondo – dieses pikante Subgenre, das sich mit dem Thema Tod in seiner reinsten, authentischsten Form befasst. Bekannte Vertreter: MONDO CANE, AFRICA ADDIO, GESICHTER DES TODES. Genannte Werke schwanken zwischen schonungsloser Berichterstattung und selbstzweckhafter, schier ekelhafter Zurschaustellung von Todesarten und Leichen. Filmemacher René Wiesner (ABCs OF SUPERHEROES, REVISITING MELANCHOLIE DER ENGEL) begibt sich auf die Spur des Todes und reist dafür nach Thailand. Bei Wiesner heißt es nicht ADDIO ONKEL TOM, sondern ADDIO UOMO. Sein Kurzfilm liefert Bilder von Kinderskeletten, mumifizierten Leichen und deformierten Föten in Reagenzgläsern. Das hat was von Körperwelten. Die Bilder werden neutral und ohne Moral serviert. Leider auch ohne Hintergrundinformationen, was was schade ist. Recherchiert man im Netz, dann stößt man auf das "Museum of Death" in Bangkok, Thailand, das wohl als Drehort gedient hat. Ob ADDIO UOMO als Werbefilm dafür gedacht war? 

Unterm Strich wirkt ADDIO UOMO wenig aussagekräftig. Trotz seiner kurzen Laufzeit schafft er es aber, dass sich einem die Zehennägel aufstellen. Ein Leguan ohne Oberkiefer verstärkt den Eindruck vom...

 

 

Thailandurlaub des Todes