AMITYVILLE 3-D

USA, 1983 / 105 Min. 

Regie: Richard Fleischer

Darsteller: Tony Roberts, Tess Harper, Robert Joy, Candy Clark, Lori Loughlin, Meg Ryan

Nachdem das Reporter-Ehepaar, John und Nancy Baxter, im alten Amityville-Spukhaus eine Bande von Scharlatanen des Betrugs überführt haben, beschließen sie selbst in das Haus zu ziehen, um den Mythos, der dem Mörderhaus vorauseilt, zu brechen. Bald häufen sich jedoch unnatürliche Erscheinungen. Ein Team von paranormalen Wissenschaftlern wird heran gezogen, um dem Spuk auf den Grund zu gehen...

 

Der dritte Teil der AMITYVILLE-Reihe hat den Ruf besonders miserabel zu sein. Da war ich dann doch überrascht, eine ganz brauchbares B-Movie vorzufinden.

Zu allererst punktet AMITYVILLE 3 mit einem netten Gimmick, welches Anfang der 80er in vielen Horrorfilmen zum Einsatz kam, nämlich die 3D-Technik. Das war damals ordentlich in Mode, ganz besonders bei dritten Teilen laufender Horrorfilmreihen, siehe UND WIEDER IST FREITAG DER 13. und JAWS 3D, der dritte Teil vom "Weißen Hai". Die 3D-Effekte sind in AMITYVILLE 3 natürlich völlig lachhaft und unwesentlich. Ab und an werden unsinnige Objekte vor der Kamera herum gewedelt – das war's. Braucht kein Mensch, aber stört auch nicht weiter. 

Regie ist mit Richard Fleischer (SOILENT GREEN, DIE PHANTASTISCHE REISE, CONAN DER ZERSTÖRER) ziemlich hochkarätig. Ich weiß gar nicht, wo der Streifen seinen so überaus schlechten Ruf her hat. 


Im Originalhaus aus Teil 1 wird gepoltert. Es werden altbekannte AMITYVILLE-Elemente abgeklappert, z.B. der Raum mit den Fliegen. Es wird sich aber auch um Innovation bemüht. Ein Schneesturm im Haus. Teenager spielen Gläserrücken. Ein Sinkhole im Keller. Eine pinke Ektoplasmawolke. Ein billiger Latexdämon spuckt Laserstrahlen. Darüber, dass es sich bei AMITYVILLE 3 – oder wie Fachleute ihn

nennen: AMITYVILLE 3-D – um unterbelichteten Billighorror handelt, muss man nicht streiten. Alles ziemlich langweilig und doof und von POLTERGEIST und DAS OMEN zusammen geklaut. Aber der Streifen hat auch seine Schauwerte, darunter das süße Blondchen Meg Ryan (SCHLAFLOS IN SEATTLE, HARRY & SALLY), die hier ihr Leinwanddebüt gibt. Sie spielt das freche Teenager-Gör und beschert uns Dialoge wie diesen: 

 

Meg: "Ach übrigens, man kann mit Geistern auch bumsen."

Freundin: "Ach wirklich?"

Meg: "Ja, ich hab ein Buch darüber."

 

Unter den Darstellern sind ein paar bekannte Gesichter, wie der Typ, der aussieht wie der Ron Perlman der 70er (Tony Roberts, SERPICO, DER STADTNEUROTIKER) und die Tussi aus FULL HOUSE (nein, nicht die Olsen-Twins, sondern Lori Loughlin). 

 

Alles in allem also echt annehmbare B-Ware, besondern für AMITYVILLE-Verhälnisse. Ich meine, irgendwie sind die ja alle scheiße. Auf der anderen Seite natürlich nur ein billiger, unbeholfener Abklatsch von POLTERGEIST und HOUSE. 

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