ANTITHESE

Deutschland, 2017 / 29 Min. 

Regie: Thomas Binder, Jonas Sommer

Darsteller: Günther Brandl, Miriam Fontaine, Martin Faltermeier, Melody Bayer

Der schüchterne Schriftsteller Stephan (Günther Brandl) ist dem Leben in der Großstadt überdrüssig. Er sucht Ruhe und Abgeschiedenheit und genau das erhofft er sich, als er mit seiner Freundin Mia in eine Hütte in den Bergen fährt. Bei Stephan sprießt alsbald die Inspiration und er gibt sich dem Schreiben hin. Mia hingegen, dem Urlaub in der Einsamkeit von Anbeginn skeptisch gegenüber, leidet unter beängstigenden Alpträumen. Als Stephan feststellt, dass die Realität sich mit dem, was er schreibt, vermengt, ist es zu spät. Stephan hat einen Dämon erweckt und Mia ist seine Gefangene...

 

ANTITHESE ist ein Kurzfilm aus dem Dunstkreis der Black-Lava-Schmiede. Thomas Binder, Chef des österreichischen Underground-Labels, saß neben Debütant Jonas Sommer auf dem Regiestuhl. Passender Weise bringt das Label den Film dann auch gleich im Mediabook. 

Der Film beginnt mit Anlehnungen an TANZ DER TEUFEL. Ein Buch gebunden in dickem Leder, beschrieben mit satanischen Schriftzeichen. Dies wird aber nur mit einem Augenzwinkern angedeutet, dann beschreitet der Film eigene Wege. Realität und Fiktion vermischen sich. Ist Mia wirklich von einem Dämon besessen oder hat Stephan die Kontrolle über seine Fantasie verloren? 

Der Kurzfilm fesselt, erzeugt für eine semi-professionelle Produktion eine überaus beklemmende Atmosphäre und bietet die eine oder andere blutige Szene. Ein Finger wird abgebissen und in einer Traumsequenz spritzt Kunstblut auf blanke Brüste. 

In der Hauptrolle, mit einer beängstigend eindringlichen Performance: Günther Brandl (MOOR-MONSTER, UNHOLY GROUND). In einer Nebenrolle: Martin Faltermeier, der Regisseur von ZOMBIES FROM OUTER SPACE und IN THE NAME OF GORE. 

 

Fazit: 

Deutsch-österreichische Diabolik. 

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