CASTING OF DEATH

Deutschland, 2015 / 17 Min. 

Regie: Ezra Tsegaye

Darsteller: Alexander Altomirianos, Marc Philipps, Micaela Schäfer, Stefan Diettrich

Die bescheuertste Kochsendung der Welt sucht eine neue Moderatorin. Deshalb veranstalten die Macher ein Casting. Als erste Bewerberin stellt sich die großbusige Micaela (Micaela Schäfer) vor. Der Regisseur ist begeistert und baggert was das Zeug hält. Doch es gibt Probleme mit der Kamera. Sie filmt nämlich nicht, was sie filmen soll. Durch den Sucher erblickt der Kameramann: Mord, Folter, Vergewaltigung. Plötzlich beginnt auch das Geschehen vor der Kamera zu eskalieren...

Micaela Schäfer - man muss sie einfach lieben! Germany's Next Nacktmodel Nr. 1 ist eine Erfrischung für jeden Film, was wohl daran liegt, dass die gebürtige Leipzigerin ihre angeborene Abneigung gegenüber Kleidung voll und ganz auslebt. In CASTING OF DEATH mixt die nette Brünette teuflische Cocktails - oben ohne versteht sich. Der Grad an unnötige Nacktheit ist hoch. Aber ist Nacktheit überhaupt jemals unnötig!? Sehr sympathisch jedenfalls, dass Micaela ein Faible für Horror und Trash zu entwickeln scheint, wie bereits in Marcel Walz' Streifen LA PETIT MORTE: NASTY TAPES und SEED 2 unter Beweis gestellt. 

Der Plot um die alte, russische, wahrscheinlich verfluchte Filmkamera weiß zu begeistern. Ein Flohmarktfund, der in "Zitocolor" filmt. Ob das nun als Anspielung auf den Killer aus MANIAC Frank Zito oder auf Joseph Zito, den Regisseur von FREITAG, DER 13. IV und MISSING IN ACTION, verstanden werden soll, muss jeder selbst entscheiden. Der Splatter ist hochwertig und hart. Eingefügte Störelemente, Farbfehler und Schlieren wie auf VHS erzeugen einen angenehmen Vintage-Look. Der Song im Abspann "Ich bin geboren in den 80ern" ist eine nostalgische Hymne, gerichtet an das innere Kind und alle Old-School-Fans. 

 

Voll Titte!

Bildquelle: imdb.com