EI HART

Deutschland, 2014 / 14 Min. 

Regie: Ully Fleischer, Stefan Engelbert

Darsteller: -

Während einer Betriebsfeier wird ein Kühlschrank von Terroristen-Kartoffeln besetzt. Die Angestellten, bestehend aus Orangen und Äpfeln mit angeklebten Wackelaugen, werden als Geiseln genommen. Glücklicherweise befindet sich Ei-nzelkämpfer John Egglane im Gebäude, um aus den fiesen Erdäpfeln Kartoffelbrei zu machen.

Wenn Eier gegen Kartoffeln kämpfen… Der Nordrheinwestfale Ully Fleischer hat sich in den letzten Jahren mit seinen aufwendigen Zero-Budget-Produktionen (u.a. dem Weihnachtskurzfilm X-MESS und BLOODBOUND, an dem er sechs Jahre geschraubt hat) einen Namen in der Szene gemacht. Mit EI HART serviert uns Fleischer nun eine garantiert vegetarische Version des Bruce-Willis-Klassikers STIRB LANGSAM. Keine Schauspieler, nur Fressalien. „Im Kühlschrank hört dich keiner schreien!“ lautet das Motto. Der Shorty bietet knackige One-Ei-Action im Stile der Augsburger Puppenkiste. Eine Orange wird erschossen. Das FBEi rückt im fliegenden Mixer an. Egglane wehrt sich mit Spielzeugmesser und entsorgt die Kartoffelköpfe im Entsafter oder in der Pfanne. Da ist Party im Gemüsefach. Was sich jetzt kindisch und trashig anhört, ist genau das, gleichzeitig aber wahnwitzig tricky fabriziert, so dass der Funfaktor nicht auf der Strecke bleibt.

 

Hier waren Tüftler am Werk. Die Kameraführung wirkt überaus versiert. Das war auf so engem Raum sicherlich alles andere als leicht. Die Kulissen (Konservendosen und Milchkartons) und „Marionetten“ sind mit Liebe gebastelt. Wegen dem hohen Maß an Professionalität wirkt nichts billig, sondern versetzt den Zuschauer in ein Miniatur-Wonderland. Im wahrsten Sinne des Wortes: das Gelbe vom Ei.

 

Yippie Ya Yeah, Schw-EI-nebacke!

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