EXHIBITIONISTEN-ATTACKE

Deutschland, 2000 / 96 Min.

Regie: Jochen Taubert

Darsteller: Adriane Sondermann, Silvia Kippert, Erwin Feldkamp, Sonya Seemüller

EXHIBITIONISTEN ATTACKE - der Titel lässt bereits erahnen, dass es sich hierbei unter Umständen nicht um den intellektuellsten, moralisch hochwertigsten und anspruchvollsten cineastischen Beitrag handeln könnte. 

Zunächst aber... ich trau's mich kaum sagen ... zur "Handlung": 
Ein verrückter Arzt funktioniert ahnungslose Patienten in "Exhibitionisten-Killer" um. Sein erstes Experiment misslingt jedoch und die Versuchsperson flüchtet nach Hause. Nun müssen Zeugen beseitigt werden, weswegen der irre Wissenschaftler weitere Killer erschafft, die, bevor sie zuschlagen, stets ihren Mantel öffnen und den Schniedel schwingen...

Quatsch hoch zehn. Der Hirnfick des Jahrzehnts! Behämmerter geht's einfach wirklich nicht mehr! 
Vergesst Ittenbach, Rose und Schnaas! Was Jochen Taubert einem hier auftischt, schlägt dem Fass den Boden aus!
Die Story ist nicht nur saublöd, sondern auch noch richtig dämlich. So richtig dämlich, verstehste! Und zu allem Überfluss auch noch übelst plump, unprofessionell und vor allem billigst in Szene gesetzt. 

Hier mal ein Versuch das Grauen in Worte zu fassen:
- die Kameraoptik erinnert an alte "Bitte lächeln"-Clips oder an das Video von Opas Siebzigsten; 
- die "Schauspieler" sind wirklich unsagbar schlecht. Kinder im Krippenspiel schauspielern besser! Sie schauen versehentlich in die Kamera, verhaspeln sich und 

müssen sich merklich das Schmunzeln verkneifen, was aber kein Wunder ist, bei dem Stuss, den sie verzapfen; 

- die Dialoge versteht man kaum, weil die Hintergrundmusik, ein nerviges Techno-Gedudel, viel zu laut ist. Dies ist allerdings nicht allzu schlimm, da ohnehin nur Scheiße gelabert wird. 

- die "Action-Szene" sehen z.B. so aus, dass jemand 20 Zentimeter über dem Boden schwebend vom Dach hängt

 

Man kann mit Recht behaupten, dass an diesem Film alles, und ich meine wirklich alles ohne Ausnahme, grottenschlecht ist. Wenn man aber sagt, der Film unterhalte nicht, dann unterhalte nicht, dann muss ich vehement widersprechen, denn...

 

Alle oben aufgezählten Fettnäpfchen und Unzulänglichkeiten sind zwar gravierend, sorgen aber gleichzeitig für gewaltig Stimmung. Ich bin mir echt nicht sicher, ob Regisseur Jochen Taubert dieses Machwerk als Komödie plante, aber mein Zwerchfell hat gebebt. 

Für den Pärchenabend ist EXHIBITIONISTEN-ATTACKE definitiv ungeeignet. Für den Bierabend mit Freunden ist der Streifen allerdings perfekt.

 

Auch wenn der Splatter unterirdisch ist und hauptsächlich aus ekelhaften OP-Aufnahmen von Gedärmen und Gekröse besteht und die Langeweile gegen Ende gewaltig drückt, macht der Quatsch hier ordentlich Laune. Und zwar wegen seiner unbeschreiblich billigen Machart. Wegen seinen unzähligen Pannen und seiner zum Himmel schreienden Blödheit. Und vor allem wegen dem daraus entstehenden (unfreiwilligen?) Humor. 

 

Mein Fazit daher:

Prost!

Brother from another Mother

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