GATE - DIE UNTERIRDISCHEN

USA, Kanada, 1987 / 85 Min.

Regie: Tibor Takács

Darsteller: Stephen Dorff, Christa Denton, Louis Tripp

„Wenn du im Garten arbeitest, grabe nicht zu tief!“ (Werbezeile)

Als im Garten ein Baum entfernt wird, wird dabei das Tor zur Unterwelt geöffnet. Nebelschwaden und kleine, haarlose Dämonen entsteigen dem Loch. Der kleine Glen (Stephen Dorff) leidet unter Alpträumen und höllischen Visionen. Doch niemand außer seinem besten Freund Terry, einer Heavy-Metal-Brillenschlange, glaubt dem Bengel. Als die Eltern übers Wochenende weg fahren und die Kids das Haus alleine hüten, versuchen die Dämonen die Weltherrschaft an sich zu reißen… 

THE GATE ist feinster 80's-Creature-Horror, im Vergleich zu GREMLINS und CRITTERS aber merklich tiefere B-Ware. Die Story holpert und ergibt mitunter nur wenig Sinn. Die FX sind mies. An mehreren Ecken bricht ungewollt die Lächerlichkeit durch. Ganz schlimme Darsteller in noch viel schlimmeren 80er-Jahre-Klamotten. "Deacon Frost" aka Stephen Dorff (BLADE, PUBLIC ENEMIES, SO FUCKING WHAT) feiert hier als lausbübischer Grünschnabel sein Leinwanddebüt. Im Film sind er und sein Kumpel Metalheads mit vollgepatchten Jeansjacken, die mittels einer Schallplatte das Böse beschwören. Klingt bekannt. Und ist es auch. THE GATE bedient sich bei diversen Genrekollegen, u.a. POLTERGEIST und NIGHTMARE ON ELM STREET. Auch Vergleiche zu Coming-of-Age-Kinderhorrorfilmen á la STAND BY ME und THE GOONIES kommen einem in den Sinn. Auch da steht THE GATE klar hinten an.

Dennoch ein toller Film. Zwar eher von der Gurken-Fraktion, nicht wirklich ernst zu nehmen und merklich für ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Im Vergleich zu GHOULIES oder LEPRECHAUN aber durchaus genießbar. Ein toter Hund kehrt

zurück. Mama fällt der Kopf ab. Zwergenhafte Dämonen (im Film heißen sie "Minions"!!!), die an Nacktkatzen oder den Troll aus KATZENAUGE erinnern. Bei einer Schwarzen Messe schwebt ein kleiner Junge und keiner findet es seltsam. Und am Schluss natürlich der Endkampf mit dem fetten Oberdämon, welcher lächerlich und alles andere als ernsthaft bedrohlich ausfällt. Was will man als 80's-Liebhaber und Fan von glibberigen Latexeffekten mehr? 

Vom Regisseur von HARDCOVER (1989), MOSQUITO MAN (2005) und SPIDER CITY (2013). 

 

Fazit: 

Liebenswerter Stümperhorror aus den guten, alten 80ern. True B-Movie-Love.

Brother from another Mother