GORE-MET, ZOMBIE CHEF FROM HELL

USA, 1986 / 67 Min.

Regie: Don Swan

Darsteller: Theo Depuay, Kelley Kunicki

Vor 600 Jahren sprach eine Kapuzen tragende Bruderschaft einem Abtrünnigen einen Fluch aus. Seither ist dieser mit Unsterblichkeit gestraft und dazu gezwungen, sich von Menschenfleisch zu ernähren. Im Jahre 1986 anno domini hat sich Goza mit seinem Fluch arrangiert und betreibt einen Burgerimbiss...

Geiler Titel, scheiß Film! Dieses Schicksal teilt sich GORE-MET - ZOMBIE CHEF FROM HELL mit Schnarchnasen wie SURF NAZIS MUST DIE, CHOPPER CHICKS IN ZOMBIE TOWN und SPACE ZOMBIE BINGO. Der Plot entpuppt sich als dreister Abklatsch des Splatterklassikers BLOOD FEAST. Die Thematik um den kannibalistische Schnellimbiss erinnert natürlich auch stark an die Horrorkomödie BLOOD DINER erkennbar. Technisch bewegt sich der Streifen aber auf einem viel niedrigerem, man könnte fast sagen amateurhaftem Niveau. Der Schmachtfetzen wäre gerne witzig, schafft dies aber nicht einmal ansatzweise. Auf den in „Gore-met“ angepriesenen „Gore“ wartet man vergebens. Fragwürdige Highlights sind ein Verlobungsring im Essen, der Kerl vom Gesundheitsamt, der zu Burgerfleisch umgearbeitet wird, und ein paar abgeschnittene Patschehändchen. Dazu werden geboten eine unsinnige Tanzeinlagen und Speck im Bier. Hauptfigur Goza – nein, nicht der Kumpel von Zuul aus GHOSTBUSTERS – ist ein unansehnlicher Hawaiihemdträger ohne Wiedererkennungswert. Muss ich noch genauer werden? Langweilige Schauspieler, schäbige Kulissen, fade, einschläfernde Handlung und kein Splatter – ergibt unterm Strich ein Sehvergnügen der besonders beschissenen Art.

Fazit:
Böser Schuss in die Fingerfritteuse und das wohl dämlichste Wortspiel seit DIE-NER – GET IT!?

Auch auf Hawaii fand Hamlet keinen Frieden...

Brother from another Mother:

Bildquelle: vhscollector.com / desistfilm.com