Papa Ronnie und Sohn Brayden sind ein ungleiches Paar. Papa Ronnie ist ein weißhaariger alter Sack, trotzdem der totale Obermacker. Sohn Brayden ist um die 40, hässlich, ein Weichei und Trottel. Beide teilen sich eine kleine Wohnung. Gemeinsam geben sie Touristen Führungen zu den historischen Disco-Schauplätzen der Stadt. Nachts streift Papa Ronnie nackt und mit Schmalz eingeschmiert durch die Straßen und erwürgt Menschen. Dann tritt Janet in das Leben der beiden Junggesellen und alles verändert sich…

„Grease“ – zu Deutsch: Fett, Schmiere, Schmierfett, Schmalz

THE GREASY STRANGLER ist eine bizarre Komödie über hässliche Menschen. Über grelle, pinke Rollkragenpullover und ins Gesicht furzen. Über herausploppende Augäpfel und wie man sich daraus lecker Omelett brutzelt. Wie spricht man das Wort Kartoffeln richtig aus? Ein verstörender Kinderkeyboard-Soundtrack untermalt den Wahnsinn perfekt.

THE GREASY STRANGLER ist aber auch die Geschichte einer verkorksten Vater-Sohn-Beziehung. Es geht um Zurückweisung und das Gefühl der Minderwertigkeit. Und darum, dass Vater und Sohn auf dieselbe Frau abfahren. Papa Ronnie hat einen riesigen Karottenpenis und bringt die Weiber zum Jauchzen. Brayden ein winziges Zwergenpimmelchen und braucht zum Onanieren eine Pinzette. Bildlicher kann man Penisneid und sexuelle Unterlegenheit kaum darstellen. Siggi Freud und Helge Schneider hätten ihre wahre Freunde an dem Film.
Die Story um den nackten Greis, der nachts als Fettfleck verkleidet durch die Straßen streift und Leute ermordet, passiert eher so nebenbei. Aus der Doppelidentität von Papa Ronnie wird zu keinem Zeitpunkt ein Geheimnis gemacht. Er ist einfach der Batman des Schmalzes.

 

The Greasy Strangler

GB, Neuseeland, USA / 2016 / 93 Min.

Regie: Jim Hoskin

Darsteller: Michael St. Michaels, Sky Elobar

"HOOTIE TOOTIE DISCO CUTIE!!!"

Bilder: © Copyright Tiberius Film

Bildquelle: projectedfigures.com / gougblog.com

Ronnie: „Bullshit Artist!“

Brayden: „Bullshit Artist!“

Ronnie: „Bullshit Artist!!!“

Brayden: „Bullshit Artist!!!“

onnie: „BULLSHIT ARTIST!!!“

Brayden: BULLSHIT ARTIST!!!“

 

Ein totaler Antifilm. Mit Antihumor und Antischauspielern. Komplett anarchistisch und balla balla. Irgendwie Kunst, irgendwie aber auch brutalster Trash. Sinn macht hier jedenfalls gar nichts. Vergleiche zu den Filmen von Mr. Oizo (WRONG, RUBBER) und Kevin Smith (TUSK, YOGA HOSERS) sind angebracht. Ein Film, den man im Grunde nur lieben oder hassen kann. Völlig vogelwild auch: In der Produzentenrolle Elija Wood (HERR DER RINGE, MANIAC).

 

Fazit:

Let there be Grease!

Trailer: