KICKBOXER – DIE ABRECHNUNG

OT. KICKBOXER: RETALIATION / USA, 2018 / 110 Min. 

Regie: Dimitri Logothetis

Darsteller: Alain Moussi, Jean- Claude Van Damme, Christopher Lambert, Mike Tyson, Hafþór Júlíus Björnsson

Weil er im Ring den Mörder seines Bruders getötet hat, muss Kurt Sloane (Alain Moussi) in Thailand in den Bau. Dort wird gefoltert und geprügelt. Der einzige Ausweg ist die Teilnahme an einem illegalen Kampfsport-Turnier, welches der skrupellose Thomas Moore (Christopher Lambert) veranstaltet. Als dieser Sloanes Frau entführen lässt, willigt der Kickboxer ein…

 

Nach der „Vergeltung“ kommt die „Abrechnung“, ganz klar. Die als Trilogie angelegt KICKBOXER-Reihe geht in die zweite Runde. War Teil 1 das Remake zu KARATE TIGER 3 – DER KICKBOXER, ist Teil 2 nun die Fortsetzung dazu und spielt auf keinen Van-Damme-Film mehr an. Die Story ist völlig Banane, nebensächlich und dient einzig als Alibi für die Aneinanderreihung möglichst vieler Kampfszenen. Davon gibt es in der Tat eine Menge. Es fliegen fast am laufenden Band die Fäuste.

Die Action ist rasant mit gut getimter Slow-Motion. Im Mittelteil, wenn Sloane seine Frau rettet, gibt’s einen deutlichen Spannungseinbruch. Doch der Endkampf mit dem fetten MMA-Wrestler versöhnt dann wieder.

 

KICKBOXER – DIE ABRECHNUNG bietet ein Staraufgebot, das seinesgleichen sucht. Genau wie in Teil 1 übernimmt die Hauptrolle Alain Moussi (zuständig für Stunts in X-MEN und SUICIDE SQUAD). Ein drahtiger, Jiu-Jitsu erprobter Typ Marke MMA-Fighter. Ein bisschen zu glatt und unkantig für die Rolle des Mannes, der den Tod seines Bruders rächen musste, aber insgesamt okay.  Wie in Teil 1 ist auch Jean-Claude Van Damme (BLOODSPORT, HARTE ZIELE)

wieder als Lehrmeister mit an Bord. Im Knast stößt Hauptfigure Sloane auf einen meditierenden Boxer, der ihn erst vermöbelt, dann Trainingstipps gibt. Diesen Boxer spielt Box-Legende Mike Tyson (HANGOVER, IP MAN 3). Und unglaublich, aber wahr, Tyson schauspielert wirklich gut und beweist ordentlich Durchschlagskraft. Außerdem als Trainingspartner im Knast: Ronaldinho. Der brasilianische Fußballer. Er schießt mit Fußbällen auf Sloane und dieser muss ausweichen. Vogelwild!

Den schurkenhaften Turnierveranstalter mimt HIGHLANDER-Darsteller Christopher Lambert. David Carradine wäre dafür eindeutig die bessere Besetzung gewesen, aber der ist ja leider schon seit fast zehn Jahren tot (R.I.P.).

Der Endboss namens Mongo oder Mangold oder so ist ein tätowierter, genmanipulierter Fettsack, der permanent grunzt. Diesen verkörpert GAME-OF-THRONES-Darsteller Hafþór Júlíus Björnsson, der dafür bekannt ist, dass er in Norwegen einen 1000 Jahre alten Rekord gebrochen hat, indem er einen 10 Meter langen und 650 Kilo schweren Baumstamm fünf Schritte weit geschleppt hat. Was für ein Kerl.  

 

Der Cast ist eindeutig das Beste am Film. Die Fights sind aber auch geil und toll in Szene gesetzt. Leider wandelt der Film doch allzu oft auf B-Movie-Niveau, was schade ist, denn das Potenzial ist enorm. Diese Actionfilm-Doofheit, wie z.B. Van Damme, der seinen Schützling 100 mal darauf hinweist, dass er im Kampf an den „Killerkick“ denken soll, muss man entweder in Kauf nehmen oder sich darüber amüsieren. 

 

„Der stärkste Mann gewinnt nicht immer, aber der klügste schon.“ – Mike Tyson

 

KICKBOXER – DIE ABRECHNUNG ist ein rasanter, kraftvoller B-Actioner für Fans der alten Schule und 80s-Kids. Teil 1 hatte eine FSK18-Freigabe, Teil 2 nur eine FSK16. Vom Gewaltgehalt her nimmt sich das nicht viel. Es werden trotzdem Blut gespuckt und Knochen gebrochen. Noch dieses Jahr soll Teil 3, KICKBOXER: ARMAGEDDON, erscheinen. 

Die ungekürzte deutsche DVD und Blu-ray von Ascot Elite sind seit 27. April 2018 im Handel. 

Brother

from

another

Mother