LOCK THE DOORS – TRÜGERISCHE SICHERHEIT

Deutschland, 2016 / 97 Min.

Regie: Mr. Zito

Darsteller: Sabine Wedde, Janette Pissang, Marcel Richter, Stefan Peschmann

"Still und stumm steht er herum. Sieht dir in die Augen, willst es nicht glauben. Verstört dein Wesen, greifst du zum Besen. Töten ist dein Wille, zu finden die Stille.“

Nie zuvor bekam man einen Klappentext in so poethischer, so lyrisch hochwertiger Form präsentiert. Wer nun Anspruch und Moral erwartet, liegt leider komplett falsch. Es geht um eine junge Babysitterin und ihre Freundin, die auf einem abgelegenen Anwesen von einem maskierten Fremden mit Machete heimgesucht werden. Es folgt eine hitzige Diskussion über Heideggers Fundamentalonthologie... nein Quatsch: Splatter der untersten Schublade. Die Effekte sind hart, schlecht, dafür handgemacht und erinnern an deutsche Underground-Pioniere. Wie in VIOLENT SHIT und DAS KOMABRUTALE DUELL werden Fleischereiabfälle zerhackstückelt. Ein Baby wird an die Wand genagelt. Alles ziemlich grob wie Opas Weißer. Vom Niveau des Klappentextes bleibt somit nicht viel übrig.

Im Vergleich zum Vorgänger TERROR IN A DAMAGED BRAIN haben sich „Dark Corridor Entertainment“ aus Sachsen stark verbessert. Gasmaskenatmung wie in MY BLOODY VALENTINE. Stöhnlaute am Telefon wie in SCREAM. Regisseur Mr. Zito beschert uns eine krude Mischung aus Home Invasion und Psychothriller. Fraglich, ob sein Pseudonym eine Anspielung auf Frank Zito, den Killer aus MANIAC sein soll.

Die DVD kommt im Pappschuber mit Soundtrack-CD von Rotten Cat Media und Black Lava.

Fazit:

Guts'n'Gulasch

Brother from another Mother: