"Gimme Moor! Gimme gimme Moor!"

Seitdem der Bösewicht Mr. Corman Giftmüll in einem abgelegenen Moor entsorgt hat, kommt es in der Gegend immer wieder zu ungeklärten Todesfällen. Blöd, dass eine Football-Mannschaft und ein Cheerleaderverein ausgerechnet dort ihren Campingurlaub verbringen...

Brandl Pictures startet durch. Nach Produktionen wie HERO QUEST und OMNIA macht der niederbayerische Familienbetrieb immer mehr von sich reden. MOOR-MONSTER ist eine Verneigung vor und Verhohnepipelung von mülligem Creature-Horror. Insbesondere die Amphibienwesen aus DAS DING AUS DEM SUMPF und DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS scheinen hier als Vorlage hergehalten zu haben. Der Streifen badet in Klischees, suhlt sich darin und zieht diese ordentlich durch den Kakao. Die Sportskanonen sind leicht gay. Die Cheerleader sind "Bitches" und neigen zu spontanen Kissenschlachten. In das irre Unterfangen klinken sich ein außerirdisches Riesenglubschauge, Elvis, vegane Kannibalen und eine "Zeitungsente", der Geheiminformant Duck Throat, ein. Weitere Gastauftritte liefern sich Jason Voorhees, ein Doktor namens D'Amato, Käpt'n Iglu und Super Mario. Der Plot verläuft sich in Nebenhandlungsschauplätzen, so dass das titelgebende Monster völlig in Vergessenheit gerät. Doch das Chaos hat Konzept und erreicht den Beklopptheitsgrad von DIE NACKTE KANONE. Da fällt es nicht weiter auf, dass es sich bei dem Moormonster nur um einen Statisten in einem Ghillie- bzw. Bundeswehrtarnanzug handelt.

 

Der Streifen ist der furioseste Trash-Overkill seit KUNG FURY und CAPTAIN COSMOTIC. Helge Schneider hätte es nicht besser hinbekommen.

Moor-Monster!

 

Deutschland / 2014 / 118 Min.

Regie: Günther Brandl, Helmut Brandl, Monika Brandl

Darsteller: Thomas Pill, Monika Brandl, Katharina Buchberger, Vicky Vampire

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