NO GOODBYE

Deutschland, 2015 /13 Min. 

Regie: Ludo Vici

Darsteller: Sandra Steffl, Thomas Peters

Nach ihrer allabendlichen Vorstellung kehrt eine Tänzerin, der Star der Show, in ihre Garderobe zurück. Dort erwartet sie ein Unbekannter. Mit ihm lässt sie ihre großen Erfolge und kleinen Niederlagen Revue passieren. Die besten Jahre sind vorbei, soviel steht fest. Doch die Leidenschaft, den Lebensinhalt an den Nagel hängen? Niemals! Was aber tun, wenn die Zeit gekommen ist und der letzte Vorhang fällt...?

Dass es nicht immer Horror sein muss, damit es einem kalt den Rücken runter läuft, beweist diese Berliner Produktion um Regisseur Ludo Vici. Der gebürtige Münchner ist ein Allrounder und macht von Film, Theater, Solo-Kabarett, bis hin zu eigener Musik einfach alles. In seinem aktuellen Kurzfilmprojekt zeigt er sich von seiner schwermütigen Seite.

Die namenslose Protagonistin wird verkörpert von Sandra Steffl. Die Dame kennt man entweder durch die "Teaserettes", ihre Burlesque-Comedy-A-Go-Go-Truppe, oder von einschlägigen Produktionen wie ROSSINI, DIE MUSTERKNABEN und CAPTAIN BERLIN VS. HITLER. Die blonde Rockerbilly-Braut stellt ganz viel Mut zur Zärtlichkeit unter Beweis. Sie spielt den Star, die Königin der Nacht, die plötzlich merkt, dass der Zenit überschritten ist. Trotz Selbstzweifel lautet das Motto: Alles für die Show! Ein würdevoller Abgang ist ein Abgang mit Knall. Ganz starke Performance! Über die Bedeutung der Rolle von Filmpartner Thomas Peters (bekannt aus Fernsehen und Theater) hüllt sich der Mantel des Schweigens.

NO GOODBYE ist zartes Schwelgen in Erinnerungen. Keine Todessehnsucht, sondern eine melancholische Auseinandersetzung mit der Halbwertzeit des Menschen und dem inneren Verfallsdatum. Ein klares Statement dafür, dass man das, was man liebt, tun soll bis zum Schluss. No Regrets. Bis der letzte Vorhang fällt.

 

Ganz groß

Ganzer Film hier: