SLIME CITY

USA, 1988 / 77 Min.

Regie: Greg Lamberson

Darsteller: Robert C. Sabin, Dick Biel, T. Clay Dickinson

Kunststudent Alex zieht in eine abgefuckte New Yorker Apartmentwohnung. Einer seiner fertigen Gothic-Punk-Lebenskünstler-Nachbarn serviert ihm eines Abends ein Gebräu, nachdem Alex nicht mehr er selbst ist. Sein Körper ist seitdem mit schleimiger Akne, Pusteln, Ekzemen und offenen Wunden überzogen und seine Haut scheint zu schmelzen. Nur wenn er tötet, kann Alex dem Verfall Einhalt gebieten…

SLIME CITY ist ein dreckiger, kleiner Underground-Splatterfilm, der an die Verdrecktheit von Genre-Klassikern wie INCREDIBLE MELTING MAN, STREET TRASH und die Henenlotter-Filme BASKET CASE und ELMER heranreicht. Ein Kerl, der schmilzt. Dies überaus widerwärtig dargestellt. Versiffte Bandagen, gallertartige Triefspuren, schwammig-glitschiger Latex-Glibber. Ein Paradies für CGI-Hasser und Fans von guter, alter Splatter-Handarbeit. Hinzu kommt noch das Flair des heruntergekommenen New Yorks der 80er-Jahre. Schäbige Apartments, schmuddelige Matratzen, Dreck wohin man sieht, schwarze Gangster mit Ghettoblastern so groß wie Kühlschränke. Obwohl mit Sicherheit nicht sonderlich viel Budget am Start war, können sich FX und Kills sehen lassen. Im Showdown geht ordentlich die Lutzi ab. Da wird gesplattert wie bei EVIL DEAD, aus zerhackten Körpern spritzt Senfsoße und grüner Schleim, ein Kopf hält nicht die Klappe, obwohl er bereits vom Körper entfernt wurde, und ein Gehirn kriecht davon.
SLIME CITY ist ein widerwärtiger Schleimbolzen, angereichert mit einer Prise Schmuddelerotik, einem stimmigen Dark-Wave-Score und heftigen Ekelexzessen. Die Story ist Nebensache, obwohl man Alex‘ Transformation in den Schmelzmann auch als Parabel für die Degeneration und das geistige Verkümmern durch das Großstadtleben betrachten kann.

Splatter: (+)(+)(+)(-)(-)
Schleim: (+)(+)(+)(+)(+)
Story / Spannung: (+)(+)(-)(-)(-)

Fazit:
Versiffter Splattertrash aus dem experimentierfreudigen New York der 80er. Geht immer!