Space Wolf

Deutschland, 2002 / 71 Min.

Regie: Timo Rose

Darsteller: Andreas Pape, Anja Gebel, André Reissig, Olaf Ittenbach, Bela B. 

Zu therapeutischen Zwecken schlägt ein Psychiater mit seiner Gruppe im Wald ein Lager auf. Da diese Gruppe aber nur aus Proleten, Perversen und gewaltbereiten Alkoholikern besteht, kommt es schon bald zu Reibereien zwischen den Patienten. Was aber niemand ahnt: in dem beschaulichen Wäldchen treibt ein Werwolf aus dem Weltall sein Unwesen [Bitte keine Fragen!] und mit diesem ist alles andere als gut Kirschen essen ...

Timo Rose sein süßer, keiner Wauwau. Der selbsternannte Regisseur hatte 2002 bereits drei Teile seiner MUTATION-Reihe herunter gekurbelt und stiefelte im tiefen Amateur-Sumpf herum. Sein SPACE WOLF ist zwar eher ein Ausdruck des Unvermögens, macht auf seine ganz eigene Weise aber trotzdem ordentlich Laune. 

Der besagte "Werwolf" ähnelt zwar eher einem Yeti oder dem "The Crate"-Monster aus CREEPSHOW. Leider tritt das Ungetüm viel zu selten in Erscheinung, weswegen sich die Splatterszenen, für die hier Splatterpapst Olaf Ittenbach (PREMUTOS, BEYOND THE LIMITS) verantwortlich war, eher in Grenzen halten. Ein paar Schmankerl sind trotzdem dabei. Es rollen Köpfe, es wird amputiert, ausgeweidet und Blut fliest wie im Schlachthaus. Alle Effekte sind durchaus nett gemacht, aber leider schlecht in Szene gesetzt und kommen daher nicht an die Klasse der Ittenbach-Klassiker heran.
 

Was übrig bleibt sind viele dümmliche Vollpfosten, die im Wald stehen und Scheiße labern. Ständig wird gesoffen, hier mal ein Streit, da mal 'ne Schlägerei... und das ist im Grunde die ganze Handlung. Ab und zu schnappt sich der Wolf mal jemanden, der allein im Dickicht herumspaziert, aber das ist dann auch das höchste der Gefühle. 

So wirklich spannend hört sich das jetzt nicht gerade an und ich kann euch sagen: das ist es auch nicht! 
Wer aber einen Sinn für ungewollten Humor und eine ausgeprägte Vorliebe für Trash- und Amateurfilme mitbringt, wird an diesem billig runtergekurbelten Machwerk gewiss seine Freude haben.

Der Hauptunterhaltungswert geht von den schrulligen Charakteren aus. Besonders witzig geraten ist die Rolle eines dauerbesoffenen und ständig rülpsenden Aggro-Metalers. [Anm.d.Red.: "Metaler" = eine Person, die gerne Heavy Metal hört]. Aber nicht nur er, sondern einfach jeder Charakter des Films strotz nur so vor Blödheit und labert einen gequirlten Mumpitz, dass sich dem Werwolf die Nackenhaare kräuseln. 

 

Herausstechend unter den Darstellern: Andreas Pape (GERMAN ANGST, KETTENSÄGEN ZOMBIES). Es war schon damals zu erkennen, dass mal was wird aus dem Bub. 

In kleinen Gastrollen untergebracht: Olaf Ittenbach und Bela B. von "den Ärzten". Diese fallen aber relativ mickrig aus, dass die besagten Gäste bereits wieder von der Bildfläche verschwunden sind, bevor man sich sicher ist, ob sie es jetzt überhaupt wirklich waren.

Fazit:

Lahmer, völlig hirnrissiger, aber durch seine Blödheit und Unsinnigkeit unterhaltsamer Streifen, der zwar ganz brauchbaren Amateursplatter bietet, insgesamt aber eher wegen seines hohen Trash-Faktors Spaß macht. 
 

Bilderquelle: splatgore.de / badmovies.de

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