SUPER DARK TIMES

USA, 2017 / 100 Min.

Regie: Kevin Phillips

Darsteller: Owen Campbell, Charlie Tahan, Elisabeth Cappuccino

„Super Strange Things“

 

Coming-of-Age und kein Ende! Heranwachsende Jugendliche sind derzeit hoch im Kurs und bescheren uns viele interessante Produktionen, darunter IT, DARK, RAW und wie sie alle heißen. Der Plot am besten noch in einem Jahrzehnt vor Internet und Smartphones angesiedelt, vornehmlich den 80s oder 90s, und als Schauplatz eine US-Kleinstadt und das Retrofeeling ist perfekt. Fragt man sich, wer den Stein ins Rollen brachte, bleibt man unweigerlich bei STRANGER THINGS hängen. Die Netflixserie diente wohl auch bei dem US-Regiedebüt SUPER DARK TIMES als Gedankenanstoß, weswegen sich viele Parallelen auftun. 

 

Es geht um junge Jugendliche. Eine Bande von Außenseitern. Ein Streit und ein Samuraischwert. Ein Unglück wird vertuscht. Die Jungs sind zum Schweigen gezwungen, doch die Clique zerbricht. Das dunkle Geheimnis knabbert an den Nerven. Alpträume und Halluzinationen. Hat jemand das Verbrechen beobachtet? …Aber welches Verbrechen? Es war doch ein Unfall… 

Dazu noch eine Prise „First Love“ und Jugendmelancholie und fertig ist der Coming-of-Age-Thriller, wie man ihn sich wünscht. Zwar eindeutig mehr B-Movie als STRANGER THINGS und das mit der Leiche hat auch eher was von STAND BY ME. Die Story weiß jedoch, genau wie die reduzierte, entschleunigte Erzählweise, zu fesseln und erzeugt eine in ihren Bann schlagende Stimmung á la DONNIE DARKO. 

So erlebt man mit SUPER DARK TIMES gewiss keinen Meilenstein der Filmgeschichte, aber zumindest einen herausragenden, mehr als sehenswerten Genrebeitrag, der vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugt. Da verzeiht man auch schon mal kleinere B-Movie-Schwächen und den etwas unstimmigen Showdown. 

 

Mit Owen Campbell (BOARDWALK EMPIRE), Charlie Tahan (GOTHAM, WIENER DOG) und Amy Hargreaves (13 REASONS WHY, HOMELAND). 

Bilderquelle: Indeed Film