ÜBERFALL DER MÖRDERRUCKSÄCKE

Deutschland, 2006 / 74 Min.

Regie: Ralf Kemper

Darsteller: Eva Balkenhol, Alexandra Desoi, Gerrit Reineke

In einer Stadt beginnen Rucksäcke ein Eigenleben zu entwickeln und ihre Besitzer zu zerfleischen…

Klingt genial, ist es aber leider nicht ganz. MÖRDERRUCKSÄCKE ist eine Amateurproduktion mit null Budget. In der ersten Hälfte des Films langweilt eine zerrüttete Liebesbeziehung bis an den Rand des Sekundenschlafs. Der Versuch, eine Story im Stile von SHAUN OF THE DEAD aufzuziehen, scheitert. Irgendwann, wenn man schon gar keinen Bock mehr hat, kauen dann tatsächlich ein paar wild gewordene und mit Piranhazähnen besetzte "EastPaks" ihren Besitzern Extremitäten oder ganze Köpfe ab. Die FX dabei sind schlecht, aber lustig.


Leider hält sich der Unterhaltungswert insgesamt dennoch in Grenzen. Die Szenen, in denen angemalte Rucksäcke auf kreischende Laiendarsteller fliegen, machen Spaß. Der Rest (und der beträgt leider 90% des Films) leider nicht. Viel zu viel Möchtegern-Handlung, viel zu wenig Rucksack-Action. Schade, aber vielleicht entdeckt Hollywood die Idee eines Tages und macht ein ordentliches Remake draus.
 

Trailer:

Brother from another Mother:

"Wo ist mein Rucksack? Wer hat ihn geseh'n?

Wo ist mein Rucksack? Ich würde gern mit ihm weggeh'n."

– Cooler Titelsong, so ziemlich das Beste am ganzen Film.

 

Fazit:

Den Versuch war's wert. Allein wegen dem Titel. Dann doch lieber TORSIL ULTRA.