WEASELS RIP MY FLESH

USA, 1979 /63 Min.

Regie: Nathan Schiff

Darsteller: John Smihula, Fred Borges, Jody Debby

Ein Wiesel mutiert nach Kontakt mit radioaktiv verseuchtem Weltraumschleim zu einem Monster. Nachdem das Untier zwei Kinder niedergemetzelt hat, wird es von einem Auto angefahren, wobei es einen Arm verliert. Der verdutzte Autofahrer nimmt das lose Glied aufgrund seiner Absonderlichkeit mit nach Hause, wo der Wieselarm ein Eigenleben entwickelt. Dann passiert ganz viel zusammenhangloser Schmonsens. Ein verrückter Wissenschaftler meldet sich zu Wort, der mit dem radioaktiven Serum die Weltherrschaft und/oder Unsterblichkeit erlangen will. Von dem Wiesel verletzte Menschen kotzen Rasierschaum und werden zu mordenden Bestien wie in CRAZIES. Schwachsinn zum Quadrat und macht auch überhaupt keinen Sinn alles. Im Showdown kämpft das Riesenwiesel gegen einen zum Wiesel mutierten Menschen. 

 

WEASELS RIP MY FLESH ist ein talentfreier Zero-Budget-Trasher und wirklich Bullshit hoch zehn. Ganz, ganz großer Unsinn. Unsäglich, unerträglich, lachhaft billig gemacht und trotzdem – oder vielleicht eher: deshalb –sehr liebenswert. Requisiten aus Pappe, Ketchup als Blut – das macht auf seine Weise schon irgendwie Spaß. Der Titel allein zeugt von Genialität. Das Entstehungsjahr, 1979, erstaunt zunächst, wähnt man sich da doch eher in Zeiten von SATURDAY NIGHT FEVER und der BRADY BRUNCH. Den Splatterfilm erfand jedoch ganz offiziell Herschell Gordon Lewis mit BLOOD FEAST bereits im Jahre 1963. Splattertrash gab’s also schon. Derart gehirnverbrannte Kopfgeburten waren aber in der Tat selten. 

 

Brother from another Mother:

Bildquelle: imdb.com / obscurityandbeyond.com

/ dailygrindhouse.com

WEASELS RIP MY FLESH (bitte nicht verwechseln mit dem Album der Frank-Zappa-Band) lässt sich einordnen zwischen den Filmen von H.G. Lewis und John Waters und kann als altertümliche Lo-Fi-Version von ZOMBIBER betrachtet werden. 

Regisseur Nathan Schiff ist des Weiteren für kranken Underground-Trash wie LONG ISLAND CANNIBAL MASSACRE und THEY DON’T CUT THE GRASS ANYMORE verantwortlich. 

 

“Got a weasel, it's a teazel, mah pleazel, mah pleazel, got a weasel.” (“I Gots A Weasel" - Ween) 

 

Crazy Shit.