WOLFCOP

Kanada, 2014 / 79 Min. 

Regie: Lowell Dean

Darsteller: Leo Fafard, Amy Matysio, Sarah Lind

Lou ist ein versoffener Kleinstadtbulle. Nach dem ersten Whisky direkt nach dem Aufstehen vergisst er regelmäßig das Rasieren. Deshalb betraut ihn der Sheriff auch mit den belanglosesten Fällen. Eines Tages wird Lou von so etwas ähnlichem wie einem Tier angefallen und verletzt. Im Folgenden verwandelt sich der Säufer in einen Werwolf, was ihm bei der Erledigung seiner Polizeiarbeit sogar nützlich erweist... 

WOLFCOP - die Idee allein ist so hanebüchen und vogelwild, dass alles zu spät ist. Der Streifen ist natürlich durch und durch Trash. Ein paar Gags zünden ganz ordentlich, wie z.B. die "Red Meth" dealende Rockergang oder die Liquered Donuts. Alkohol wirkt auf Werwolf-Lou so wie Spinat auf Popeye, gibt ihm also so richtig Power. Wie das Alkohol in echt ja auch an sich hat... Die Bardame, mit der Lou was am Laufen hat, legt einen Auftritt als Rotkäppchen hin. Der Splatter ist nett, hätte aber Potenzial zu mehr gehabt. Ein ulkiges Gesichtshaut-Shreddering und die Verwandlungsszenen, die glücklicherweise auf CGI verzichten, sind die angenehme Ausnahme. Die Story ist fadenscheinig und verflüchtigt sich

nach dem Betrachten, als wären die "Men in Black" aktiv gewesen. Der Showdown mit den "Shapeshifters" (Formen- oder Gestaltenwandlern), einem Clan, der die Widergeburt Satans ansteuert oder so, sollte man wahrscheinlich nicht hinterfragen. Mit ernsthaften Werwolffilmen wie AMERICAN WEREWOLF darf man das Gebotene nicht vergleichen. Mit den "Hombre Lobo"-Filmen mit Paul Naschy schon eher. 

 

Fazit: 

Kurzweiliges Trashvergnügen und extreme Schnapsidee.