ZOMBIE 90: EXTREME PESTILENCE

Deutschland, 1990 / 74 Min.

Regie: Andreas Schnaas

Darsteller: Matthias Kerl, Ralf Hess, Mathias Abbes, Marc Trinkhaus

Durch einen Flugzeugabsturz wird ein Giftstoff freigesetzt, der die Toten wieder zum Leben erweckt. Schon bald stapfen unzählige, blutdurstige Zombies durch die deutsche Wald- und Wiesenlandschaft. Zwei Ärzte, Julius und Franz, sagen den Untoten mit Kettsäge und Schießeisen den Kampf an ...

Das Jahr des Mauerfalls und Amateurfilmer Andreas Schnaas (VIOLENT SHIT, NIKOS THE IMPALER) hat nichts besseres zu tun als einen Splatterfilm zu drehen. Auch gut.

ZOMBIE 90 ist ein Machwerk billigster Sorte. Stolpernde, sich verhaspelnde, im falschen Moment lachende Schauspieler, wobei die Bezeichnung "Schauspieler" so fehl am Platz ist und eine Beleidigung für jeden darstellt, der jemals auf einer Bühne gestanden hat. Unglaublich aber wahr: in der alten Tonfassung sind sogar die Regieanweisungen von Regisseur Schnaas im Hintergrund zu hören. Sätze wie "Cut!", "Kopf höher bitte! Ja, sehr schön!" und Gelächter bei den Metzelszenen machen aus dem Film gleichzeit ein Making of des Films. Irgendwie genial (im Sinne von: genial lustig), irgendwie aber auch einfach nur dämlich und bodenlos schlecht.

Der ganze Film wirkt roh und unfertig. Der Ton röhrt. Die Kamera wackelt. Musik gibt's gar keine. In cineastischer Sicht wahrlich der Bodensatz des Erträglichen. Auf der anderen Seite aber bietet ZOMBIE 90 Splatter bis zum Abwinken. Die FX sind zwar extrem amateurhaft - man sieht überdeutlich, dass nur in Schaufensterpuppen herumgesäbelt wird -, machen aber dennoch enorm Spaß und bieten eine Vielzahl an Amputationen, Kastrationen, Kopf ab, Kettensägen und Ausweidungen am laufenden Band. Das Kunstblut ist zwar etwas pink geraten ist, aber das ist zu diesem Zeitpunkt auch schon egal.

 

Fazit:

Mitbegründer des deutschen Amateur-Splattertrashs. Schweinebrutale Schlachtplatte und Partyfilm, den man nur lieben oder hassen kann.